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26.04.2017

10 Tipps fürs Gärtnern in der Stadt

Immer mehr Weddinger werden zu Stadtgärtnern. Sie bepflanzen, verschönern und pflegen Hochbeete und Kübel, aber auch Baumscheiben vor ihrer Haustür. Darf man das überhaupt? Muss man das Amt vorher fragen und was ist beim Gärtnern im öffentlichen Raum zu beachten? Hier sind zehn Tipps für Stadtgärtner und alle, die es werden wollen.


Usedomer Straße: Hier gärtnert nicht das Grünflächenamt, hier sind die Nachbarn aktiv. Foto: Hensel

Swinemünder Straße: Auch in diesen Kübeln wird privat gegärtnert – mit Genehmigung vom Amt. Foto: Hensel

Ganz grundsätzlich

Neben der optischen Verschönerung kann insbesondere die Begrünung einer Baumscheibe positive Effekte für den Straßenbaum selbst haben, der in der Stadt erheblichen Belastungen standhalten muss: der Baum wird mit den Pflanzen gegossen und bekommt so mehr Wasser, die Pflanzen spenden Schatten, verzögern dadurch die Austrocknung des Bodens und verbessern die Durchlüftung des Bodens. Auch der Bodenverdichtung durch Betreten und Befahren wird so entgegengewirkt.

 

Ganz offiziell

Darf man im öffentlichen Raum einfach so gärtnern? Hält man sich an einige Regeln, dann im Prinzip schon. Doch es gibt vieles zu beachten, wenn man den öffentlichen Straßenraum begrünen möchte. Am besten ist es, vorher beim Bezirksamt nachzufragen. Das hilft, späteren Ärger zu vermeiden. Seit kurzem kann man Baumscheiben, die man begrünen möchte vorher ganz einfach per Online-Formular beim Bezirksamt anmelden. In Mitte gibt es übrigens sogar einen Flyer für interessierte Baumscheibengärtner, der allerdings nicht mehr ganz aktuell ist (flyerbaumscheibenPDF).

10 Tipps fürs Gärtnern in der Stadt

  1. Bodenvorbereitung innerhalb der Einfassung: Die Erde in Baumscheiben ist oft sehr verdichtet und muss vor einer Bepflanzung von Hand aufgelockert werden. Dies führt auch zu einer besseren Durchlüftung des Bodens. Tiefer als 20 Zentrimeter und mit Geräten wie zum Beispiel Hacken sollte man dabei aber nicht graben, um die Wurzeln des Baumes und eventuell dort verlaufende Leitungen nicht zu beschädigen.
  2. Aufschütten von Oberboden: Der Boden um die Straßenbäume ist oft sehr ausgelaugt und von Hundeurin kontaminiert – daher kann der vorsichtige Austausch der obersten Bodenschicht sinnvoll sein. Damit Regenwasser ungehindert versickern kann, muss das neue Niveau des Bodens um den Baum niedriger liegen als der umliegende Gehweg. Beim Auftragen des neuen Bodens ist darauf zu achten, dass der Stamm (ab dem Wurzelanlauf) nicht mit Boden angeschüttet wird.
  3. Zäunchen: Einfassungen sind im Bezirk Mitte in der Regel nicht erlaubt. In abgestimmten Sonderfällen (Einzelfallentscheidung) kann der Baum vor am Stamm angeschlossenen Fahrrädern und die neuen Pflanzen vor Hunden geschützt werden. Dann müssen die Einfassungen zur Straße hin mindestens 50 Zentimeter Abstand halten sie dürfen maximal 30 Zentimeter hoch sein.
  4. Freie Sicht: Rund um die Baumscheiben herum sind Fußgänger (Kinder), Radfahrer und Autos unterwegs, die über die Bepflanzung hinwegschauen müssen, um niemanden zu übersehen. Daher dürfen die ausgewählten Pflanzen maximal 50 Zentimeter hoch werden.
  5. Schutz für den Baumstamm: Die Straßenbäume dürfen nur durch Profis vom Straßen- und Grünflächenamt beschnitten werden. Als Laie sollte man vom Baum besser die Finger lassen – auch Schilder oder ähnliches dürfen keinesfalls am Stamm angebracht werden. Kletter- und Schlingpflanzen dürfen, wie auch Rankhilfen, nicht gepflanzt beziehungsweise angebracht werden.
  6. Auswahl geeigneter Pflanzen: Sinnvoll ist die Aussaat beziehungsweise Pflanzung von Frühjahrs-, Sommer oder Herbstblumen sowie flach wurzelnde Stauden. Über die Pflanzen freuen sich übrigens auch Bienen und Schmetterlinge. Wunderbar pflanzen kann man zum Beispiel Storchenschnabel, Pfennigkraut, Thymian oder Ziererdbeere. Da im Straßenraum auch Kinder und Tiere unterwegs sind, sollte auf giftige oder dornige Pflanzen verzichtet werden.
  7. Hunde im Beet: Die Begrünung einer Baumscheibe macht viel Arbeit – natürlich ist es schade, wenn zwischen den Blumen Hundehaufen liegen. Der Hundeurin kann dem Baum sogar schaden, ihm drohen Fäulnis, Vergiftungen und Verätzungen. Die sogenannte „Verpiss dich“-Blume (Plectranthus ornatus) hilft: Sie hält durch ihren für Menschen nicht wahrnehmbaren Geruch Hunde fern.
  8. Wasser marsch: Im Sommer wird es in der Stadt ziemlich heiß und der Boden trocknet aus. Natürlich freut sich der Straßenbaum, wenn auch er mitgegossen wird. Fragt doch einfach mal die Nachbarn, vielleicht könnte man sich bei der Baumscheibenpflege abwechseln.
  9. Paten gesucht: Um ganz offiziell Pate für eine Baumscheibe zu werden, sollte eine Pflegevereinbarung mit dem Straßen- und Grünflächenamt abgeschlossen werden.
  10. Und wenn es nicht mehr geht? Wer sich nach einer Zeit nicht mehr um die Baumscheibe kümmern möchte oder kann, sollte sich zunächst einmal in der Nachbarschaft umhören. Vielleicht kann jemand anderes die Pflege übernehmen? Falls nicht, müssen leider alle Pflanzen und Zäunchen entfernt werden.

Gärtnern im öffentlichen Raum ist nicht nur in Baumscheiben, sondern auch in Hochbeeten, Kübeln und Co. möglich. Viele Tipps sind übertragbar! Wer sich für das Bepflanzen und eine Patenschaft interessiert oder weitere Fragen hat, sollte sich an das Straßen- und Grünflächenamt wenden: SGA(at)ba-mitte.berlin.de. Seit kurzem kann man Baumscheiben, die man begrünen möchte vorher ganz einfach per Online-Formular beim Bezirksamt anmelden.

 

Text: Bettina Walther (gruppe F Landschaftsarchitekten)

Wir übernehmen diesen Text vom Stadtteil-Portal Weddingweiser. Vielen Dank!

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