Gebietsinformationen

Das QM-Gebiet Brunnenstraße ist ein nahezu reines Wohngebiet. Begrenzt wird das Quartier durch die Bernauer Straße im Süden, den Mauerpark im Osten, die Bahntrassen um den Bahnhof Gesundbrunnen im Norden sowie westlich durch die Brunnenstraße. Das Quartier grenzt mit Alt-Mitte und Prenzlauer Berg unmittelbar an zwei Stadtteile, die sich hinsichtlich der Bevölkerungsstruktur und der städtebaulichen Situation sehr stark vom QM-Gebiet unterscheiden.

Das Gebiet weist neben wenigen Gründerzeitbauten hauptsächlich Wohnhäuser des Sozialwohnungsbaus aus verschiedenen Sanierungsphasen der 60er bis 80er Jahre auf. In diesen Phasen sind mehrstöckige Wohnblöcke mit großzügigen Innenhöfen entstanden. 2017 sind in der Graunstr. 13/Ecke Gleimstraße 104 Wohnungen durch die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo entstanden, die in 2017 begonnenen Baumaßnahmen der Groth-Gruppe nördlich der Gleimstraße zur Erstellung des neuen Wohngebietes mit ca. 700 Wohnungen werden in 2019 abgeschlossen, im Lichtburgring erstellt die degewo aktuell weitere 52 Wohnungen, in der Swinemünder Straße wird ein Haus mit 5 Wohneinheiten durch eine Baugruppe aufgestockt.

Die Swinemünder Straße ist mit ihrer Breite, Begrünung und Verkehrsberuhigung eine markante Nord-Südachse durch das Wohnquartier. Sie verbindet den Vinetaplatz mit Spielplatz und mehreren Grün- und Erholungsflächen über die Swinemünder Brücke, auch als „Millionen-Brücke“ bekannt, mit dem Bahnhof Gesundbrunnen.

 

GebietskarteGrafik: Bezirksamt Mitte von Berlin


Einwohner*innenstruktur

Im Gebiet leben nach Angaben des Amtes für Statistik zum 31.12.2018 insgesamt 13.919 Einwohner*innen (6.980 männliche und 6.939 weibliche). 9.338 Einwohner*innen (67,1%) haben einen Migrationshintergrund, davon haben 4.293 Einwohner*innen (30,8%) keine deutsche Staatsbürgerschaft.

1.103 Einwohner*innen (7,9%) sind unter 6 Jahre alt, unter den 6 - 18 Jährigen sind es 2.086 Personen (16,14%). Der Anteil der 18 – 27 Jährigen liegt bei 12,3% (1.713 EW), 7.254 Einwohner*innen und damit 52,8% sind zwischen 27 und 65 Jahren. Der Anteil der über 65-Jährigen liegt bei 11,9% (1.663 EW).

Die Bezirksregion (BZR) Brunnenstraße Nord weist zum 31.12.17 den niedrigsten Wert von Mitte bei der erwerbsfähigen Bevölkerung (18-65-jährige=66,4%) auf; hier besteht ein starker Kontrast zur BZR Brunnenstraße Süd mit dem höchsten Anteil dieser Bevölkerungsgruppe von Mitte (78,3%). Insgesamt beziehen 36,70 % (38,62% in 2015) der Bewohner*innen Transferleistungen. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Berliner Durchschnitt und auch mehr als der Durchschnitt der Quartiersmanagementgebiete. 7,02 % (7,32% 2015) der Bewohner*innen waren zum 31.12.17 arbeitslos gemeldet. 56,42% der Kinder im Gebiet leben in Armut, das bedeutet, dass sie in Familien, die staatliche Transferleistungen nach SGB II - umgangssprachlich Hartz IV - aufwachsen.