Upcycling-Projekt: Ein Samowar aus Kupfer

Im Olof-Palme-Zentrum (OPZ) findet zurzeit ein außergewöhnliches Upcycling-Projekt statt. Der in Kreuzberg lebende Künstler Oliver Walker will aus gesammeltem Kupfer gemeinsam mit interessierten Nachbar*innen einen Samowar herstellen. Ein Samowar ist eine Art Wasserkocher, der vor allem in Russland, der Ukraine, in der Türkei und im Iran für die Teezubereitung benutzt wird. Der Wasserkessel des Samowars besteht traditionell aus Kupfer.

Kunstprojekt am Bau „Tausend Verbindungen“

Oliver hatte sich mit der Idee im Rahmen des größeren Kunstprojekts „Tausend Verbindungen“ beim OPZ beworben. Das Projekt fördert Kunst am Bau, in diesem Fall am neuen Erweiterungsbau des OPZ. Neben der Herstellung des Samowars plant Oliver ein dokumentarisches Filmprojekt und ein Buch.

Zusammen Tee trinken

Oliver verbindet mit dem Projekt einen kommunikativen Aspekt. „Heutzutage beschweren sich viele Leute, dass wir zu viel übers Handy kommunizieren. Ich nehme diese alten Kommunikationsgeräte mit Kupfer drin. Das wird runtergeschmolzen und daraus ein Samowar gebaut, damit wir alle Tee zusammen trinken können“, erklärt er.

Es wird noch Kupfer benötigt

Um den Samowar bauen zu können, benötigt Oliver eine Menge Kupfer. Das Metall kommt zwar in allen möglichen schrottreifen Elektrogeräten vor, ist aber meistens fest verklebt, verschraubt oder – wie bei Kabeln – mit Kunststoff ummantelt. Bestandteil des Projektes ist deshalb nicht nur die Sammlung alter Elektrogeräte, sondern auch die Gewinnung des reinen Kupfers.

Wer alte Elektrogeräte los werden möchte, hat jetzt eine gute Gelegenheit dazu. Oliver ist dienstags, donnerstags und freitags jeweils ab spätem Vormittag im OPZ anzutreffen und nimmt gerne die Geräte entgegen. Während des BSR-Kieztages am Samstag, den 5. September, kommt er zum Sammeln in die Feldstraße 10.

Wer lieber mit ihm einen Termin vereinbaren möchte, erreicht ihn über WhatsApp unter 0151 5926 7565 oder per Email an oliver@oliverwalker.org.

Text: M. Hühn, Webredaktion, August 2026 | Grafik: Oliver Walker