Kiezgespräch mit drei Stadträten
Am Montag, den 23.03.2026, hatte Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (Stadtentwicklung und Facility Management) gemeinsam mit seinen Kollegen Christopher Schriner (Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen) und Benjamin Fritz (Schule und Sport) sowie. Jochen Uhländer von „Hallo Kiez“, der Sozialräumlichen Planungskoordination und dem Büro für Bürger*innenbeteiligung zum Kiezgespräch in die alte Turnhalle der Vineta-Grundschule eingeladen.
Außerdem stellte sich das Team von „Lebendige Zentren – Brunnenstraße Nord“ vor.
Nach der Begrüßung ging es gleich politisch los: Schulleiterin Christina Zorn kam mit Vertreter*innen des Schülerparlaments, die selbst gemalte Plakate dabei hatten, um auf einige Missstände an der Vineta-Grundschule aufmerksam zu machen. Dazu gehörten die alten Toiletten und vor allem das Mittagessen in Form von Lunch-Paketen: „Wir fordern ein warmes, frisches und leckeres Mittagessen“, so ein Schülervertreter. Der zuständige Stadtrat Benjamin Fritz versprach Abhilfe: Nach den Osterferien wird die Aula als eine Art Zwischen-Mensa genutzt werden. Dann werde es auch für die 5. und 6. Klassen wieder warmes Mittagessen statt der unbeliebten Kaltverpflegung in Form von Lunchpaketen geben. Bis 2030 soll die alte Turnhalle zur Mensa umgebaut werden, die auch für andere Veranstaltungen genutzt werden kann.
Fritz sprach anschließend über den Umzug der Ernst-Reuter-Schule auf den Ausweichstandort am ehemaligen Diesterweg-Gymnasium. Auf den Außensportflächen des Diesterweg-Gymnasiums werden wiederverwendbare Container-Module aufgebaut, in denen ab Sommer 2027 etwa 450 Schüler*innen unterrichtet werden sollen. Nötig ist der Umzug, weil die Ernst-Reuter-Schule mehr als fünf Jahre lang saniert wird. Die Außensportflächen wurden unter dem Namen „JuPoint“ als Treffpunkt für Jugendliche bis Herbst 2025 vom Projektträger Caiju e.V. genutzt. Caiju werde dort weiterhin Jugendarbeit leisten, so Fritz, und in Zukunft eng mit der Ernst-Reuter-Schule zusammenarbeiten.
Nach Stadtrat Fritz erläuterte das Team von „Lebendige Zentren – Brunnenstraße Nord“ seine zukünftige Arbeit. Ziel der Maßnahme ist es, den öffentlichen Raum, die soziale Infrastruktur und die Klimaanpassung rund um die nördliche Brunnenstraße zu verbessern.
Angesprochen auf die Müllsituation in der Gustav-Meyer-Allee erklärte Christopher Schriner, dass illegale Müllablagerungen an mehreren Stellen in Mitte zu beobachten seien: „In Straßen, in denen niemand wohnt, gibt es dieses Problem.“ Man verfolge zwar diejenigen, die ihren Müll dort entsorgten, könne aber die Straße nicht permanent überwachen. „Eine Videoüberwachung ist rechtlich nicht möglich“, so Schriner.
Zum Thema Umbau der Swinemünder Straße zwischen der Swinemünder Brücke und der Gleimstraße machte Schriner den Anwesenden wenig Hoffnung, dass sie in nächster Zeit umgesetzt werden könne. Die Pläne aus dem Jahr 2018 seien von der Berliner Feuerwehr abgelehnt worden, weil diese befürchte, mit ihren Leiterwagen die Fenster der Wohngebäude nicht mehr erreichen zu können. Die Planungen seien nunmehr an die Senatsverwaltung übergeben worden.
Abschließend sprach Stadtrat Ephraim Gothe über das geplante Humboldt-Quartier, welches an der Gustav-Meyer-Allee entstehen wird, und über die Zukunft des Kaufland-Gebäudes südlich des Bahnhofs Gesundbrunnen. Entgegen den ursprünglichen Plänen des Eigentümers Hines würden dort jetzt doch keine Bürogebäude errichtet werden. Geplant sei vielmehr eine kleinteilige Mischnutzung mit mehr Wohnungen.

Foto/Text: M. Huehn, QM-Team, März 2026
