Hoch das Beet zum Tag der Städtebauförderung

Am Samstag, den 13. Mai luden das Quartiersmanagement und der Brunnenviertel e.V. Interessierte zum gemeinsamen Gärtnern mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen an die Hochbeete vor der ehemaligen Diesterweg-Schule ein. Auch ein paar Meter weiter, auf Höhe der Lortzingstraße wurde von den Gärtner*innen der „Essbaren Straße“ fleißig gegärtnert.

 

 

Anlass für die Aktion war der deutschlandweite Tag der Städtebauförderung, an dem zahlreiche Kommunen ihre Projekte vorstellten, die aus Bundesmitteln gefördert werden. Dazu gehören in Berlin auch alle Quartiersmanagementgebiete sowie die Projekte, die dort laufen. Das QM Brunnenstraße hatte sich das Gartenprojekt des Brunnenviertel e.V. in der Swinemünder Straße ausgesucht. Seit 2022 hat das QM auch ein Hochbeet, um das sich die Quartiersmanagerinnen kümmern.

Die Swinemünder Straße ist in dem Abschnitt zwischen der Rügener- und der Bernauerstraße  eine Fußgängerzone mit Büschen und Bäumen,  Autos dürfen hier höchstens zum Be- und Entladen vorfahren. Die Wege sind für Fußgänger*innen und den Fahrradverkehr reserviert. Der Ort ist ideal für nachbarschaftliche Treffen und - für gärtnerische Projekte.

Die blau gestrichenen Hochbeete vor der stillgelegten, verwitterten Diesterweg-Schule wurden 2021 aufgestellt, um zu verhindern, dass dort illegal geparkt wird. Aus dem verkehrspolitisch motivierten "Diesterbeet" ist mittlerweile ein blühendes Gartenprojekt geworden. Nachbar*innen haben Kürbis-Pflanzen gesetzt, Blumen, Salat und allerlei Gemüse, dazwischen wachsen kleine Pflänzchen, die dort irgendwie gelandet sind: "Das Kraut heißt Vogelmiere", weiß eine Besucherin, "die schmeckt gut und hat einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt." Jedes Beet wird von einer oder mehreren Personen gepflegt, um die Zuteilung hat sich der Brunnenviertel e.V. gekümmert. Problematisch war letztes Jahr noch die Versorgung der Beete mit Wasser. "Teilweise mussten die Leute oben in ihren Wohnungen die Gießkannen füllen und runter schleppen", erzählt Quartiersmanagerin Esra Nurgenç. Dieses Jahr wird es anders werden: Katharina Schütze und Sandra Zangerl, die ein paar Meter südlich Höhe Lortzingstraße ein weiteres Hochbeet-Projekt - „Die essbare Straße“ - gestartet haben, haben dem Diesterbeet zwei große Wassercontainer besorgt. Das Befüllen der Container über einen Hydranten ist nicht unkompliziert, weil man zuerst am Spandauer Damm einen Spezialschlüssel abholen und Pfand hinterlegen muss. Ist alles erledigt, haben die Gärtner*innen aber ein paar Wochen Ruhe, denn eine einzelne Containerbefüllung reicht - je nach Regenhäufigkeit - mehrere Wochen.
Wer im Brunnenviertel selbst gärtnern möchte, findet mehrere Anlaufstellen, sei es der Brunnenviertel e.V. oder das Projekt von Katharina und Sandra. Das Interesse ist bei vielen Menschen vorhanden: "Es kamen eigentlich immer wieder Leute vorbei, mit denen wir ins Gespräch über das Projekt, aber auch über die Quartiersarbeit gekommen sind", so Quartiersmanagerin Marleen Wilhelm.

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