Quartiersmanagement Brunnenviertel-Brunnenstraße

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Aktuelle Auswahlverfahren aus dem QM Brunnenviertel-Brunnenstraße

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Kinder - und Familienflohmarkt

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Gruppe MachMit

20.12.2018

Der große und der kleine Blick auf den Kiez

Alle sind sich einig: die Bürger und Bürgerinnen sollen und wollen mehr mitreden. Aber wie? Das Berliner Quartiersmanagement hat genau diese Beteiligung im Programm: im Quartiersrat und in der Aktionsfondsjury können Menschen aus dem Kiez auch im Brunnenviertel mitreden. Kürzlich hat der Quartiersrat wieder getagt, Ideen zusammengetragen und diskutiert. Wer eine Sitzung besucht, kann sehen wie Bürgerbeteiligung konkret funktioniert und was sie bringt.


Quartiersratssitzung im Stadtteilladen. Fotos (8): Hensel

Quartiersmanagerin Frauke Witzler erklärt das Verfahren.

Eine Quartiersrätin schaut sich die Projektliste an.

Bestandsaufnahme: Wo mache ich was im Kiez?

Wichtige Orte wurden auf einer Karte markiert.

Viele Punkte wurden gesetzt.

Jochen Uhländer vom Olof-Palme-Zentrum bringt die Projektideen zu einer Stellwand.

Quartiersmanagerin Katja Niggemeier stellt die Ergebnisse vor.

Terminprobleme

Die erste Hürde aller Beteiligungsformate hat die Sitzung am Donnerstag, den 13. Dezember mühelos genommen. Es waren ausreichend Quartiersratsmitglieder gekommen, damit das Gremium Beschlüsse fassen kann. Quartiersmanagerin Frauke Witzler stellte Beschlussfähigkeit fest. Das ist oft nicht so einfach, denn die Mitarbeit in der Bürgerjury ist für die Bewohner und Bewohnerinnen ehrenamtlich. Beruf, Familie, andere Termine der oft mehrfach engagierten Jurymitglieder drängeln sich gelegentlich dazwischen – doch bei diesem Termin hat es gut geklappt.

 

Wie es geht und wie nicht 

Das Quartiersmanagement Brunnenstraße nutzte die Sitzung, um dem Quartiersrat die Abläufe zu erklären. Denn die Bürger entscheiden in einem komplizierten und differenzierten Rahmen mit, wenn sie für oder gegen die Förderung eines Kiezprojektes aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ stimmen. Im Hintergrund laufen viele Verwaltungs- und Entscheidungsprozesse ab. Das Bezirksamt ist genauso beteiligt wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, das Quartiersmanagement und sogenannte starke Partner wie die Wohnungsbaugesellschaft Degewo. Zwischen einer Projektidee und der Umsetzung im Kiez liegen Quartiersratssitzungen, Steuerungsrunden, Einschätzungen durch das Quartiersmanagementteam, Stellungsnahmen von Fachämtern … und wenn ein Projektthema nicht im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept des Gebiets steht, hat es ohnehin keine Chance auf Förderung.

 

Frauke Witzler erklärte dem Quartiersrat den Weg, den eine Projektidee gehen muss bis sie umgesetzt wird. Viele hörten aufmerksam zu, nicht nur die, die erst vor wenigen Wochen neu in den Quartiersrat gewählt worden waren. Auch für langjährige Quartiersratsmitglieder war es eine gute Auffrischung, denn im Alltag haben die wenigsten mit solch differenzierten Verwaltungsverfahren Kontakt. Das konnte man auch an den Fragen merken, die aus der Runde gestellt wurden. Frauke Witzler beantwortete sie geduldig – und Hartmut Schönknecht vom Bezirksamt Mitte ergänzte ihre Ausführungen gelegentlich.

 

Thematische Arbeit

Nach den vielen Erklärungen waren die Quartiersräte gefordert, aktiv zu werden. Sie konnten auf einer Kiezkarte markieren, was sie im Brunnenviertel tun, welche Wege sie gehen und welche Einrichtungen sie nutzen. Gleichzeitig waren sie aufgerufen, Themen für die Arbeit des Bürgergremiums und auch Projektideen vorzuschlagen. Die Einladung nahmen die Bürger und Bürgerinnen gern an – sie schrieben viele Stichpunkte auf die vorbereiteten Stellwände und kamen miteinander ins Gespräch.

 

Bei der Auswertung im Plenum zeigte sich, dass die Kiezbewohner und -bewohnerinnen ganz alltägliche Dinge im Kiez vermissen oder ändern möchten. So stand ein Café am Vinetaplatz auf der Wunschliste, Flohmärkte wurden mehrfach gewünscht, Diskussionsformate zum Thema Demokratie und Politik wurden ebenfalls notiert. Die Verkehrssituation im Viertel wurde als verbesserungswürdig genannt. Viele bestehende Projekte würden die Quartiersräte gern weiterführen oder weiterentwickeln, neue nachbarschaftliche Projekte starten. Den ehemaligen Schulstandort in der Putbusser Straße haben die Bürger und Bürgerinnen zwar als Themenfeld benannt, jedoch aufgrund der seit 2011 ungeklärten Situation des Geländes bisher keine Projektideen entwickelt.

 

Mein Kiez – meine Idee

Die persönlichen Perspektiven der Bürger und Bürgerinnen auf den Kiez wurden auf dieser Sitzung gesammelt und in der kommenden Zeit werden sie teilweise in Projekte verwandelt. Welche der Ideen werden aber umgesetzt und welche nicht? Wird es ein Café am Vinetaplatz geben, verbessert sich die Parksituation im Brunnenviertel? Klar ist das nach der Dezember-Sitzung des Quartiersrates nicht. Es wird weitere Sitzungen und Beratungen der anderen Beteiligten brauchen, bis der Kiez ein Ergebnis sehen wird. Bei diesem Ergebnis werden die kleinen alltäglichen Sorgen und Wünsche der Brunnenviertler ebenso eine Rolle spielen wie der große professionelle Blick den Quartiersmanagements und der Verwaltung auf die Förderrichtlinien und die Entwicklung der Stadt. Am Ende dieses langen Prozesses haben die engagierten Bürger und Bürgerinnen ihr Umfeld ein wenig mitgestaltet.

 

Die nächsten Quartiersratssitzungen finden am Donnerstag, den 10. Januar und Donnerstag, den 14. Februar jeweils ab 17 Uhr  statt. Ort: Stadtteilladen, Swinemünder Straße 64. Die Sitzungen sind für interessierte Besucher und Besucherinnen offen.

Dominique Hensel
 
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