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18.06.2013

Beispielprojekt im Brunnenviertel?

Ist das wirklich möglich? Diesen Gedanken konnte man den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses bei ihrer Sitzung Ende Mai (29.5.) ansehen. Ein Architektenteam hatte zuvor ein Konzept zur weiteren Nutzung des ehemaligen Schulstandortes Putbusser Straße vorgestellt. Es vereint alles, was sich viele Menschen im Brunnenviertel seit langem wünschen und es trifft sich mit den Zielen nahezu aller Parteien. Dementsprechend einstimmig war die Zustimmung für das Projekt.


Der Schulstandort Putbusser Straße: im Sommer 2011 zog das Gymnasium aus. Foto: D. Hensel

Einige Skizzen deuten an, was sich die Projektentwickler vorstellen.

Wohnraum und Fläche für gemeinschatliche Nutzungen sind geplant.

Auch ein Gemeinschaftsgarten könnte entstehen. Zeichnungen: R. Wiedemer

Nach den Plänen von Bernhard Hummel, Sabine Horlitz und Oliver Clemens soll das im Sommer 2011 aufgegebene Schulgebäude mit der auffälligen orangefarbenen Fassade saniert und erhalten bleiben. Entstehen sollen neben kostengünstigen Wohnungen ein Nachbarschaftszentrum, eine Quartiersbibliothek, ein Gemeinschaftsgarten und eine Kita. Die Sporthalle wird laut Konzept erhalten. Um diese Nutzungen möglich zu machen, soll das vorhandene Gebäude saniert und umgebaut werden. Darüber hinaus sollen auf dem Gelände neue Häuser gebaut werden. „Wir planen fast 300 Wohnungen im günstigen Bereich, sozial verträglich und Hartz IV-tauglich - mit Mieten zwischen 5,20 Euro und 7,80 Euro pro Quadratmeter“, erklärte Bernhard Hummel den Ausschussmitgliedern.

 

„Kann da jemand ernsthaft dagegen sein“, fragte Ausschussvorsitzender Frank Bertermann nach der Projektvorstellung in die Runde. Niemand hatte etwas dagegen. Die Schaffung günstigen Wohnraums in Zusammenhang mit dem Erhalt des den Kiez prägenden Gebäudes und der Gründung eines Nachbarschaftszentrums mit vielen öffentlichen Nutzungsmöglichkeiten befürworteten alle im Ausschuss vertretenen Parteien.

 

Im Vorfeld hatten sich die Projektentwickler bereits beim Bezirksamt vorgestellt. Hier habe man sich gegen einen Mitbewerber und für dieses Konzept entschieden. Bezirksstadtrat Carsten Spallek sprach sich nun ebenfalls öffentlich für das Projekt aus: „Das klingt spannend. Das hat einen großen Mehrwert. Das Bezirksamt unterstützt das Projekt, hat bereits eine Arbeitsgruppe gebildet“. Um das Projekt umzusetzen sei zunächst eine Änderung des Bebauungsplanes nötig. Einige Abgeordnete wünschten sich sogar eine schnellere Übertragung des Grundstückes, denn immerhin koste der Unterhalt der bis auf die Turnhalle ungenutzten Immobilien den Bezirk viel Geld.

 

Nur wenige Fragen mussten Bernhard Hummel und Sabine Horlitz bei der Ausschusssitzung beantworten. Eine zielte auf die Finanzierung und die avisierten günstigen Mieten ab. Knapp 30 Millionen sind im Konzept für die Sanierung und Weiterentwicklung der Immobilie geplant. Die Maßnahmen sollen, so erklärte Hummel, mit Unterstützung einer Schweizer Stiftung durchgeführt werden. Gemeinsam mit diesem Partner habe das Team bereits mehrere Projekte realisiert, so die Sanierung, den Umbau und die Altlastensanierung des ehemaligen ExRotaprint-Geländes im Wedding sowie des Atelierhauses Wiesenstraße 29. Das Projekt in der Putbusser Straße soll in Zusammenarbeit mit dem Mietshäuser Syndikat und mit Genossenschaften durchgeführt werden.

 

Hinsichtlich der günstigen Mieten erklärte Hummel: „Wir sehen das als Beispielprojekt. Wir wollen zeigen, dass es möglich ist, günstig zu bauen und günstigen Wohnraum zu schaffen. Das könnten auch andere umsetzten, auch öffentliche Träger.“ Ob sie überhaupt wüssten, dass das Gebäude Asbest verseucht ist, wollte ein Abgeordneter wissen. „Ja. Wir haben viel Erfahrung mit solchen Baumaßnahmen. Wir haben für die Sanierung Geld eingeplant, denn wir wollen das Gebäude unbedingt erhalten“, sagte Hummel.

 

Geht der vorgestellte Zeitplan auf, würde zunächst mit der Asbestsanierung begonnen werden. Im Sommer 2014 soll dann das bestehende Gebäude umgebaut werden. 2015 könne der Neubau beginnen. Die Projektentwickler wollen einen partizipativen Planungsprozess und möglichst rasch Bewohner und Initiativen aus dem Quartier einbeziehen. Demnächst wollen sie ihre Pläne deshalb unter anderem auch im Quartiersrat Brunnenviertel-Brunnenstraße vorstellen.

 

Weiterlesen?

Quartiersratsmitglied Jan Dzieciol hat die Ausschusssitzung ebenfalls besucht und lobt das Projekt auf seinem Blog: Jan Dzieciols Blog. Die Projektseite von Bernhard Hummel, Sabine Horlitz und Oliver Clemens: ps wedding (derzeit noch im Aufbau).

Dominique Hensel
 
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