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13.03.2009

Freizeiteck - the legend continues

Gibt es ein Leben jenseits öder Playstation-Ballerei und den Gehirnweichmachern im Nachmittagsprogramm des Fernsehens? Da gibt es zum Beispiel den Kinder- und Jugendladen Freizeiteck in der Graunstraße 28...


Hier können die Kids nach der Schule hin, wenn sie mit anderen Kindern spielen oder ihre Hausaufgaben machen wollen. Aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten: Tischtennis, Basteln und bei schönem Wetter Fußball, Basketball und andere Spiele im hauseigenen Hof sowie auf den umliegenden Spiel- und Bolzplätzen, aber auch Bewerbungshilfe für Ältere.

 

Die Kinder werden nicht von ihren Eltern "abgegeben" und "abgeholt" wie in einer Kita, sondern kommen und gehen, wann immer sie wollen. Es kommen insgesamt mehr Jungen als Mädchen (Verhältnis ca. 70 zu 30 Prozent), da es in vielen Migrantenfamilien üblich ist, das die Mädchen ihren Müttern im Haushalt helfen, auf kleinere Geschwister aufpassen und von den Jungen getrennt spielen sollen. Maßnahmen wie spezielle Mädchentage und andere Angebote haben diesem Umstand leider bisher nicht ändern können. Die Kinder sind zwischen sieben und vierzehn Jahren alt, viele gehören schon seit Jahren zur "Stammkundschaft". Disziplin ist kein Problem, die Kinder halten sich an die Hausordnung, die sie selbst aufgestellt haben. Gewalt ist kein Thema, die Betreuerinnen geniessen hohen Respekt. Gelegentlich schauen sogar "Ehemalige" im Freizeiteck vorbei und wünschen einen guten Tag. Ein Problem ist die mangelnde Sprachfähigkeit vieler Kinder, da zu Hause zu wenig miteinander gesprochen wird. Bei der Hausaufgabenhilfe und anderen Aktivitäten wird daher besonders auf die Sprachförderung geachtet.

 

Brigitte Bethke, Regina Gaul, Petra Herms und Doris Krug freuen sich auf zwanzig bis dreißig Kinder, die jeden Tag das Freizeiteck stürmen. Das ganze Jahr über gibt es Feste, ob zu Ostern oder im Sommer, und diverse Turniere (Fußball, Tischtennis usw.). Die Feste finden im Hof des Freizeitecks statt, sie sind immer gut besucht und dienen auch dem Kontakt mit den Müttern, die bei diesen Veranstaltungen mithelfen. Das Freizeiteck wird vom Stadtteilverein Brunnenviertel e.V. getragen, die Degewo stellt die Räume zur Verfügung. Seit 2001 gibt es den Laden, die entsprechenden Stellen werden vom JobCenter Berlin als ÖBS-Maßnahmen gefördert, eine Stelle ist im WIB-Projekt angesiedelt. 2009 sollen die Räumlichkeiten in Eigenregie renoviert werden. Die Spenden fließen aufgrund der materiellen Situation der Eltern im Kiez allerdings nur spärlich. Glücklicherweise sind die Zuschüsse für die nächsten drei Jahre gesichert.

 

Matthias Eberling

Matthias Eberling
 
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