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22.05.2015

Das Projekt "KiezKlima" forscht im Brunnenviertel

Klimawandel in der Stadt: Regnet es stärker im Brunnenviertel als noch vor einigen Jahren, gibt es längere Trockenperioden, heizt die Sonne die Stadt im Sommer mehr auf? Im Forschungsprojekt „KiezKlima“ beschäftigen sich fünf Projektpartner seit Oktober mit dem städtischen Klima und damit, wie Klimaanpassungsmaßnahmen gemeinsam mit Bewohnern und lokalen Akteuren entwickelt werden können.


Der KiezKlima-Stand beim Familienflohmarkt in der Swinemünder Straße.

Daniel Fenner, Klimatologe von der TU Berlin bei einer Mitmachaktion für Kinder beim Flohmarkt.

Der KiezKlima-Informationsflyer. Fotos: KiezKlima

Klimatologen der Technischen Universität Berlin haben als Teil des Projektes gerade eine Reihe von Wetterstationen in Kindertagestätten im Viertel aufgebaut, um lokale Wetterdaten – Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck messen zu können. Darüber hinaus präsentierte sich das Projekt mit einem Stand beim Familienflohmarkt.

 

„Die Frage ist, wo welche Klimaanpassungsmaßnahmen erforderlich sind, damit das Leben im Brunnenviertel auch weiterhin angenehm bleibt“, sagt Ilka Markus vom Projekt KiezKlima, die das Projekt für die Stadtentwicklungsgesellschaft L.I.S.T. mit einer Quartiersanalyse und vielen Interviews im Pilotgebiet Brunnenviertel begonnen hat. „Meine Frage war zunächst, welche Akteure sich für das Thema interessieren und wo Schnittstellen und Anknüpfungspunkte sind“, sagt Ilka Markus.

 

Das Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit den Menschen im Brunnenviertel Klimaanpassungsmaßnahmen zu entwickeln, um dem Klimawandel zu begegnen. Das klingt abstrakt, könnte aber beispielsweise zur Entsiegelung von Betonflächen, Fassaden- oder Dachbegrünung oder der Errichtung von Trinkwasserspendern führen. Drei Jahre lang wird das KiezKlima-Team Ideen sammeln. Am Ende solle ein Handlungsleitfaden entstehen, erste Maßnahmen umgesetzt sein. Die Empfehlungen dieses Leitfadens sollen auch auf andere Stadtquartiere in Deutschland übertragbar sein.

 

„Die Menschen sollen für das Thema Klimaanpassung sensibilisiert werden“, sagt Ilka Markus. Das gilt aber nicht nur für die Bewohner. Wenn die Gestaltung der Außenanlagen des neuen Olof-Palme-Zentrums ansteht, könnten nämlich auch klimatische Aspekte berücksichtigt werden: „Beispielsweise könnte die Fassade begrünt werden, Sonnensegel aufgestellt oder Pflanzen für den Garten ausgewählt werden, die gut mit Hitze und Trockenperioden umgehen können“. So wie die Belange von Behinderten bei Um- oder Neubauten heutzutage grundsätzlich berücksichtigt werden, könnte und sollte auch Klimaanpassung zukünftig immer eine Rolle spielen, so Ilka Markus.

 

Das Projekt, das vollständig „KiezKlima - Partizipative Entwicklung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen am Beispiel des Berliner Brunnenviertels als innovative Strategie in der Stadtteilentwicklung“ heißt, knüpft an die Struktur an, die mit dem Quartiersmanagement im Gebiet Brunnenstraße seit 2005 entstanden ist. Bei diesem Programm hat Bürgerbeteiligung ebenfalls einen zentralen Stellenwert. So ist es wohl auch fast selbstverständlich, dass sich das Projekt Anfang Mai erstmals beim Familienflohmarkt öffentlich präsentiert hat, denn der Markt wurde vom Quartiersmanagement gefördert. Doch inzwischen gibt es mehr Möglichkeiten, mit KiezKlima in Kontakt zu kommen. So ist die KiezKlima-Website jetzt online. „Wir planen auch Klimarundgänge“, sagt Ilka Markus.

 

Das Projekt KiezKlima wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel gefördert. Das dreijährige Modellprojekt wird durch den Projektträger Jülich begleitet. Umgesetzt wird das Projekt durch die TU Berlin, die CQ Beratung+Bildung GmbH, die L.I.S.T. GmbH und die Unterauftragnehmer Bureau Baubotanik und EPC. Als externe Partner wirken die degewo, das Bezirksamt Mitte und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit.

 

Weitere Informationen gibt es auf der KiezKlima-Website.

Dominique Hensel
 
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