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21.04.2016

Bewegungsfreiräume für das Brunnenviertel

Der Verein Rollers e.V. will im Projekt "Bewegungsfreiräume" für das Brunnenviertel eine Datenbank erstellen, die schnell Antworten gibt auf die Frage, wo sich im Kiez mit einfachen Mitteln Verbesserungen für Rollstuhlfahrer*innen erreichen lassen. Der Vorsitzende von Rollers e.V., Alex Koch, hat 2014 bei einem Vorort-Termin mit einer Mitarbeiterin der Degewo gemerkt, das viele Hindernisse für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, gar nicht bewusst errichtet sind.


Kinder probieren einen umgebauten Rollstuhl aus - und haben viel Spaß. Foto: Hensel

Alex Koch vom Projekt Bewegungsräume. Foto: Schnell

"Manche Hindernisse sind mickrig, aber sie haben gewaltige Auswirkungen für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollatoren. Oft hat einfach niemand daran gedacht", fasst Alex Koch seine Eindrücke zusammen. Er erinnert sich an die Verschönerung der Promenade auf der Brunnenstraße durch die Degewo 2014. Damals wandte er sich an die Stadtteilmanagerin der Degewo, Elaine Huwe. Er zeigte ihr, dass es aus seiner Sicht ein Fehler gewesen ist, die Bänke vom Fußweg auf die nur wenig erhöhten ehemaligen Blumenrabatten zu stellen.

 

Er konnte Elaine Huwe für das Thema Hindernisse für Mobilitätseingeschränkte gewinnen. Zusammen gingen sie durch den Kiez, um das Thema systematisch anzupacken. Die Zentrale der Degewo habe das Thema daraufhin aufgegriffen und Mitarbeiterschulungen gemacht, was ihn persönlich gefreut habe, wie Alex Koch sagt.

 

Der Verein Rollers e.V. hat im vergangenen Jahr das Projekt Bewegungsfreiräume gestartet, das mit Mitteln aus dem Programm "Soziale Stadt" gefördert wird. "Es ist klar, dass man nicht einen Haufen Geld in die Hand nehmen kann, um alle Hindernisse zu beseitigen", sagt Alex Koch. Genau aus diesem Grund will er im Projekt Bewegungsfreiräume eine Datenbank erstellen. Im ersten Schritt sollen Hindernisse erkannt und benannt werden. Im zweiten Schritt werden diese klassifiziert. Dafür gebe es keine Vorlage, so Alex Koch. "Wir wollen Mobilitätsklassen entwickeln, das heißt, Einschränkungen klassifizieren". Im dritten Schritt werden die Hindernisse dem öffentlichen, dem so genannten halb-öffentlichen oder dem privaten Raum zugeordnet. Damit können Zuständigkeiten erfasst werden. Im letzten Schritt sollen Kosten abgeschätzt werden. Dann könne die Datenbank auf einen Klick auswerfen, wo mit wenig Geld viel Wirkung für Rollstuhlfahrer erzielt werden kann.

 

Ein weiteres Ziel des Projektes ist auch, die Öffentlichkeit im Kiez auf das Thema aufmerksam zu machen. Es fange damit an, dass Fahrräder an Rampen anschließen oder Autofahrer ihr Auto an Absenkungen parken würden. Alex Koch ärgert sich darüber. Außerdem will er das Wort Rollstuhl ein klein wenig von seiner negativen Bedeutung befreien. "Viele denken an Verlust von Gesundheit. Aber es kann auch ein Fahrzeug sein, mit dem man viel Spaß hat", sagt er. Viel Spaß hatten zum Beispiel Kinder beim Projekt "Roll den Kiez" im Dezember 2015.

 

 

Weiterlesen?

Der Verein Rollers e.V. hat keine eigene Webseite, ist aber aktiv im Testen und Bewerten von Rollstühlen.

Bericht über das Projekt "Roll den Kiez".

Andrei Schnell/AM Ackerstraße
 
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