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18.11.2008

"Erschreckendes Drogen-Wissen" - Netzwerk im Brunnenviertel zieht Bilanz

Selbst Grundschüler wissen bereits erstaunlich viel über Drogen und ihre Wirkungen. Dies ist ein erstes Fazit der Netzwerk-Initiative „Wir lassen uns nicht betäuben!“,...


Die Netzwerker bei der Pressekonferenz
am 17. November

... die in den vergangenen Monaten in den Grund- und Oberschulen sowie den Jugendclubs über die Gefahren des Drogenmissbrauchs aufklärte. Im Rahmen eines Pressegespräches berichteten am Montag in der Ernst-Reuter-Oberschule Vertreter der Berliner Polizei und ehemalige Drogenabhängige von ihren gemeinsamen Besuchen in den Schulen.

 

Rund 300 Schüler seien seit dem Start der Initiative im Juli 2008 von Beamten und dem Verein „Drogen-Info e.V.“ beraten worden, sagte der Polizeibeamte Dietmar Schurian. Dem Netzwerk gehören unter anderen auch die Ernst-Reuter-Oberschule, die Vineta-Grundschule sowie die Deutsche Welle DW-TV an. „Dieses Präventionsprojekt für Schüler ist in dieser Form einzigartig in Berlin“, betonte Schurian. Dabei gehe es aber nicht nur um sogenannte harte Drogen. Auch die Wirkung von Alkohol und Nikotin seien bei vielen bereits bekannt. „Es ist aber teilweise erschreckend, welche Drogen-Kenntnis bereits in der Grundschule vorhanden ist“, fügte er hinzu.

 

Viele Kinder würden täglich in ihrem privaten und öffentlichen Umfeld mit dem Thema Drogen konfrontiert, berichtete auch die Leiterin der Heinrich-Seidel-Grundschule, Cornelia Flader. Durch die Besuche und die Gespräche in den Schulen entstehe nun bei den Kindern ein Bewusstsein darüber, wie gefährlich diese Drogen seien.

 

Die Berliner Polizei und Mitglieder des Vereins Drogen-Info e.V. hatten seit Juli 2008 in regelmäßigen Abständen Schulklassen aufgesucht und über Drogen aufgeklärt. Jeweils die Hälfte traf mit den Beamten, die andere mit den ehemaligen Drogenabhängigen zusammen. Dabei durften die Jugendlichen zumindest bei den Gesprächen mit „Drogen-Info e.V.“ „aus dem Nähkästchen plaudern“, wie es Schurian formulierte.

 

Auch die beiden Stadtteilmanagements im Brunnenviertel bewerteten die Initiative als großen Erfolg. „Wir versuchen nun, dem Drogenproblem im Quartier etwas entgegenzusetzen“, fügte die Stadtteilmanagerin Safak Yildiz hinzu. Dabei gehe es um Aufklärung, aber auch um eine Stärkung des Selbstbewusstseins.

 

Im Rahmen der Initiative wurde zugleich ein Kunstwettbewerb gestartet, in dem sich Kinder und Jugendliche durch Theaterstücke, Texte oder Grafiken mit dem Thema Drogen auseinandersetzen sollten. Am 1. Dezember werden die Ergebnisse im Rahmen einer großen Feier in der Maschinenhalle der Deutschen Welle DW-TV in der Voltastraße 6 präsentiert. Unter anderem werden auch der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch und der Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr, Christian Hanke (SPD), anwesend sein.

 

Hintergrund:

 

Das von der Berliner Polizei initiierte Netzwerk „Wir lassen uns nicht betäuben!“ startete im Juli 2008. Dabei schlossen sich zahlreiche gesellschaftliche Akteure im Brunnenviertel Im Wedding zusammen, um gemeinsam gegen Drogenmissbrauch bei Jugendlichen aktiv zu werden. Ziel ist es, das Engagement der einzelnen Einrichtungen zu bündeln, und ein „Bewusstsein“ für das Drogenproblem zu erzeugen.

 

Zu dem Netzwerk gehören bislang die Berliner Polizei, die Ernst-Reuter-Oberschule, die Vineta- und die Heinrich-Seidel-Grundschule, die Kita „Omas Garten“, der Jugendclub Badstraße, die Deutsche Welle DW-TV, der Verein „Drogen-Info e.V.“ sowie die beiden Stadtteilmanagements Brunnenviertel-Ackerstraße und -Brunnenstraße.

 

 

(Text übernommen von STM Brunnenviertel-Ackerstraße)

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